Schlagzeilen aus Herborn
18-Jähriger erpresste jahrelang Mitschüler
01.07.2008
Wetzlar. 4 ½ Jahre lang wurde ein heute 15 Jahre alter Schüler von
einem mittlerweile 18-Jährigen erpresst. Immer wieder verlangte
dieser Geld von dem Jüngeren.
Mit Drohungen wurde der 15-Jährige derart eingeschüchtert, dass er den Forderungen jahrelang nach kam. Aus Angst vor Repressalien vertraute er sich selbst seinen Eltern nicht an. Insgesamt übergab der Schüler im Laufe der Zeit rund 2.000,- Euro an seinen Peiniger. Als der 15-Jährige auch seine gesparte "eiserne Reserve" von 800,- Euro aushändigte, waren seine finanziellen Möglichkeiten nahezu erschöpft. Das schien dem 18-Jährigen gar nicht zu gefallen. Mit mehrfachen Schlägen in den Magen und gegen die Brust des 15-Jährigen unterstrich er seine Absicht, das nicht hinzunehmen. Er scheute auch nicht davor zurück, gemeinsam mit dem 15-Jährigen dessen Zimmer zu durchsuchen. Hier entdeckte er dann Unterlagen eines Taschengeldkontos des 15-Jährigen. Monatlich flossen jetzt 40,- Euro von diesem Konto direkt in die Taschen des 18-Jährigen. An Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten war schließlich, dass der 18-Jährige mit einer Firma einen Vertrag einging und die erforderlichen Zahlungen vom Konto des 15-Jährigen abbuchen ließ. Nachdem das Konto Ende Mai dieses Jahres keine Deckung mehr aufwies, wurden die Eltern des 15-Jährigen aufmerksam. Im Gespräch mit ihrem Sohn erfuhren sie von der Tragweite des Ganzen und schalteten die polizeiliche AGGAS (Arbeitsgruppe Gewalt an Schulen) in Wetzlar ein. Die Beamten suchten den Tatverdächtigen zuhause auf. In seiner Vernehmung bestätigte er zwar weitestgehend die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, konnte das Unrecht seiner Verhaltensweise aber nur ansatzweise erkennen. Mangels Haftgründen wurde der 18-Jährige nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Nach nunmehr 4 ½ Jahren mit starken persönlichen, schulischen und familiären Problemen scheint die Tortur des 15-Jährigen beendet. Der 18-Jährige wird sich wegen Erpressung und Körperverletzung verantworten müssen.
Mit Drohungen wurde der 15-Jährige derart eingeschüchtert, dass er den Forderungen jahrelang nach kam. Aus Angst vor Repressalien vertraute er sich selbst seinen Eltern nicht an. Insgesamt übergab der Schüler im Laufe der Zeit rund 2.000,- Euro an seinen Peiniger. Als der 15-Jährige auch seine gesparte "eiserne Reserve" von 800,- Euro aushändigte, waren seine finanziellen Möglichkeiten nahezu erschöpft. Das schien dem 18-Jährigen gar nicht zu gefallen. Mit mehrfachen Schlägen in den Magen und gegen die Brust des 15-Jährigen unterstrich er seine Absicht, das nicht hinzunehmen. Er scheute auch nicht davor zurück, gemeinsam mit dem 15-Jährigen dessen Zimmer zu durchsuchen. Hier entdeckte er dann Unterlagen eines Taschengeldkontos des 15-Jährigen. Monatlich flossen jetzt 40,- Euro von diesem Konto direkt in die Taschen des 18-Jährigen. An Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten war schließlich, dass der 18-Jährige mit einer Firma einen Vertrag einging und die erforderlichen Zahlungen vom Konto des 15-Jährigen abbuchen ließ. Nachdem das Konto Ende Mai dieses Jahres keine Deckung mehr aufwies, wurden die Eltern des 15-Jährigen aufmerksam. Im Gespräch mit ihrem Sohn erfuhren sie von der Tragweite des Ganzen und schalteten die polizeiliche AGGAS (Arbeitsgruppe Gewalt an Schulen) in Wetzlar ein. Die Beamten suchten den Tatverdächtigen zuhause auf. In seiner Vernehmung bestätigte er zwar weitestgehend die gegen ihn erhobenen Vorwürfe, konnte das Unrecht seiner Verhaltensweise aber nur ansatzweise erkennen. Mangels Haftgründen wurde der 18-Jährige nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Nach nunmehr 4 ½ Jahren mit starken persönlichen, schulischen und familiären Problemen scheint die Tortur des 15-Jährigen beendet. Der 18-Jährige wird sich wegen Erpressung und Körperverletzung verantworten müssen.
